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Am 29. April war die Veröffentlichung meines Debutalbums "nur ein wimpernschlag" (Label in-akustik).
Das Album ist bei amazon.de und auch diversen anderen Portalen erhältlich.
Songs, die mitten ins Herz treffen ...
Alisa Palmer oder wie man mit einem Wimpernschlag die Musikwelt empfindsamer macht
(Helmut Blecher)

(Cover "nur ein wimpernschlag": Olli Böhm)
Für die Münchner Schauspielerin und Sängerin Alisa Palmer – ein
Multitalent im Bereich Synchron, Schauspiel und Gesang – war die Musik schon
immer ein zentraler Punkt in ihrem Leben. Wenn sie im Synchronstudio nicht
Stars wie Salma Hayek oder Penelope Cruz ihre Stimme lieh,
verlieh sie ihren englischsprachigen Liedern Flügel. Doch erst ein tragischer
Schicksalsschlag, der Unfalltod ihrer geliebten Tochter Julia im Jahr 2005,
veränderte das Leben von Alisa Palmer – auch in musikalischer Hinsicht.
Was kann tröstlicher sein, als
die Erinnerung an einen geliebten Menschen niederzuschreiben, sie in Melodien zu fassen. Alisa Palmer
formte daraus Songs, die so gar nicht in ein klar definierbares Genre passen,
aber eine klare Richtung vorgeben: Dem Leben, bestimmt von der Liebe, eine
positive Richtung zu geben. „Nur einen Wimpernschlag, und die Welt verändert
sich. Nichts ist mehr wie es war“, singt Alisa Palmer zu sanftem Piano und
Violinenklang im Titelsong ihres Albums „Wimpernschlag“ mit Nachdenklichkeit
und Wärme über den Verlust ihrer Tochter und der Notwendigkeit loszulassen.
Wie es der Künstlerin gelingt,
sich wieder selbst in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen, das demonstriert
die Singer/Songwriterin im Old-School-Funk-Track „Ich bin ich“. Wohlig
durchdringt der wabernde Sound des Fretless Bass den Körper, benetzen satte
Bläsersätze die Haut, die im beschwingten Rhythmus und dem unwiderstehlichen
Refrain des Backgroundchors („Ich bin nicht schwierig, ich bin nicht leicht.
Ich bin ich, und das reicht!“) sanft vibriert.
Die in Mannheim geborene Alisa
Palmer, die schon als Kind eine große Leidenschaft für Schauspiel, Gesang und Musik zeigte, hat sich
bis heute etwas von ihrer kindlichen Freude am Singen und Lieder zu schreiben
bewahrt. Mal fröhlich, mal nachdenklich, aber immer mit vollsten Herzen und
einem mutigen Blick nach vorne, hat sie 14 Songs für ihr Albumdebüt
„Wimpernschlag“ vorgelegt. Eine versierte Band, bestehend aus den zuvor schon
in diversen Projekten (wie Glashaus, Laith Al Deen, Klaus Doldinger) tätigen
Musikern: Ossi Schaller (Gitarre), Thomas Simmerl (Drums), Tommy Amper
(Piano, Keyboards, Vocals), Lorenz Jäger (Gitarre) und Alex Klier (Bass und
Mastering des Albums in seinen LXK
Studios, Gold/Platin für u.a. Sportfreunde
Stiller, Reamonn, die Ärzte) standen ihr dabei
zur Seite.
„Die ursprünglichen Demos hab ich mit ganz
einfachen Mitteln gemacht, da ich kein professionelles Studio zur Verfügung
hatte. So konnte ich mich mit meinem Korg Triton Le, einem Mikro und eine
Steinzeit Cubase Version ausprobieren, was die Kompositionen und Arrangements
anbelangte und komponierte in den darauf folgenden Jahren über 35 Titel und
machte zu Hause meine Demos“. erklärt Alisa, die durch den Passport-Pianisten
Roberto di Gioia und den Produzenten Ernst Ströer (Udo Lindenberg) erfuhr,
welches Potentials in ihren Liedern lag: „Sie machten mir Mut, trotz der
schwierigen Zeiten für Newcomer unbedingt weiter zu machen, da die Songs und
Texte ihrer Meinung nach mitten ins Herz treffen.“
In Tommy Amper, den Alisa Palmer
von der Synchronisationsarbeit
her kannte, fand sie den mit ihr musikalisch auf einer Wellenlänge schwimmenden
Produktionspartner. „Ich wollte unbedingt mit einem erfahrenen
Produzenten zusammenarbeiten und somit wurde Tommy Amper mein Co-Produzent“, so
Alisa, die die Tracks für „Wimpernschlag“ in Tommys Jamzone Studio aufnahm. „Ich war happy, wenn ich im Studio war. Meine
Tochter hatte mich vor ihrem Unfall immer wieder motiviert doch endlich mein
Ding durchzuziehen und das tat ich jetzt, und war über die Produktion
glücklich, denn so war es auch in ihrem Sinne.“
Alisa Palmers Songs erzählen
mehrheitlich Leben im Hier und Jetzt. Sie sucht und findet Erkenntnisse und
Lösungen bei ihrer Suche nach dem Glück. In „Glücklich sein“, einem im Sixties
Easy Listening Style angelegten Track, glaubt sie noch nicht das richtige
Codewort für das Glück gefunden zu haben, während sie es in der von Pepe
Soleras’ (Captain Cook und seine singenden Saxophone) smoothem Tenorsaxofon
begleiteten Midtempo-Nummer „Mondin“ schon lebt. Jenseits aller Beschwernisse
gleitet sie mit sinnlicher Lust durch die Nacht. Geradezu schwerelos mutet das
vom Klang einer Fender Rhodes und einem säuselnden Backing Sound auf
himmlisches Format gebrachte „Ich zaubere dir Flügel“ an. Nicht minder zart und
fragil ist die Ballade „Engel brauchen keine Flügel“, in dem man selbst als
Engel keine Flügel mehr benötigt.
„Für mich ist es wichtig, dass
jeder Song das bekommt, was er von der Aussage her braucht. Das bedeutet, z.B.
bei ‚Drei Leben’, dass der Mittelteil schon fast metalmäßig ist. Dieser Teil
stellt die Apokalypse dar nach Julias Tod. Wiederum bei ‚Baumhaus’ ist das
Arrangement eher sparsam und luftig. Klar, ich sitze ja auch auf einem Baum. ‚Jetzt’ ist in die
Countryrock Richtung gegangen, weil es der Text so wollte“, resümiert Alisa
Palmer, die in ihren Stücken kein „Bla Bla“ erzählt. In locker-flockigen
Flamenco-Rhythmus gehalten, benetzt ihr „Bla Bla“ mit höchstem
Eingängigkeitspotentials Körper und Geist, lässt uns frei fühlen: „Frei“.
Und wenn Alisa
Palmer im Duett mit Jason Lee Jackson auf Deutsch, Englisch und Spanisch singt,
dass ein Lächeln wie die Brücken zum Herzen sei, kann man das als Aufforderung
verstehen, mit ihr zu den Sternen aufzubrechen.
Zusammenfassung
Wie man mit Musik Schmerz und Trauer besiegen kann, führt die Münchner
Singer/Songwriterin Alisa Palmer auf ihrem Album „nur ein wimpernschlag“ hörenswert gut
vor. Mit einer Stimme, die bewegt und berührt, singt Alisa über die
Leichtigkeit des Seins, in der selbst Engel keine Flügel mehr benötigen.
Begleitet von einer exzellent auftrumpfenden Musikerschar, wartet
‚Wimpernschlag’ mit seelenvollen Popmelodien auf, die - für eine kleine
Ewigkeit - in der Lage sind Glücksgefühle auszulösen.
Noch ein paar Gedanken zum Booklet :
Piano/Keyboard/Backings: Tommy Amper Tommy Amper, hier sehr konzentriert beim Einspielen vom
Keyboard. Es war einfach eine super kreative
Zusammenarbeit auf einer Wellenlänge. Tommy hat so viele tolle Ideen
bezüglich der Songs eingebracht und auch umgesetzt, angefangen von den
Arrangements bis hin zum Mix. Sogar
beim Chor einsingen konnte ich
erfolgreich die „Schulbank drücken“, denn Tommy
ist absoluter Chorspezialist und macht
u.a. auch in seinem jamzone Studio die
deutschen Musikbearbeitungen für Disney
Bass: Alex Klier
Alex Klier, für mich der
Mr. Slowhand des Fretless Basses, bei „Ich
zaubere dir Flügel“ einfach zum
dahin schmelzen. Aber Alex ist nicht
nur ein Meister des Basses, sondern in seinen LXK Studios auch des Masterns. Nicht von ungefähr kommen die vielen
Auszeichnungen Gold und Platin für u.a die Ärzte, Sportfreunde Stiller und Reamonn. Alex wusste auch immer eine Antwort
auf meine vielen Fragen: Nicht verzagen, Alex
fragen!
Drums: Thomas Simmerl
Wie ein
staunendes Kind sah ich Thomas Simmerl
beim Schlagzeug spielen zu. Ich erlebte,
wie nach dem heavy Mittelteil von „Drei
Leben“ die Stöcke zerbrachen – habe diese ganz stolz extra aufgehoben – und
war auch völlig fasziniert, wie unglaublich präzise Thomas spielt. „Alles live, nix Konserve“ war die Devise und
deshalb machte es auch besonders viel Spaß bei „Mondin“ die
unterschiedlichsten Percussions mit
auszusuchen.
Gitarre/Dobro: Ossi Schaller
Ich hatte
mal in einem Interview mit Dieter Falk gelesen, dass sein Lieblingsgitarrist Ossi Schaller ist. Kann ich sehr gut
nachvollziehen, denn Ossi ist
ungemein vielseitig. Er spielt nicht nur
traumhafte Solis wie bei „Jetzt“
oder auch Flächen wie bei „Ich zaubere dir Flügel“, sondern Ossi ist auch ein absoluter Könner auf
der Dobro. Ich habe ja einen Faible für die Dobro und Tommy hat deshalb auf meinen Wunsch hin
extra den Titel „Jetzt“ für die Dobro sozusagen umfunktioniert.
Gitarre/Backings Lorenz Jäger
Ich
kenne Lorenz Jäger seit meinen
ersten eigenen musikalischen Gehversuchen. Lorenz
hatte die unerschütterliche Geduld mir die Grundbegriffe des Cubase
beizubringen, so dass ich dann zu Hause an meinen Demos basteln konnte. 2009 spielte Lorenz auch bei meinem Konzert
„Kultur im Schlachthof“, als ich zum ersten Mal live meine eigenen Songs
vorstellte. Deshalb war es mir auch ein Anliegen, dass Lorenz die Gitarre für „Baumhaus“ einspielt.

Gillian Catlow
„nur ein wimpernschlag“ ist das
Herzstück des Albums und seit 2009 ist dieser Titel auch als Videoclip auf Youtube
zu sehen. An sich war ich mit dem Grundarrangement zufrieden, aber mit der Zeit
hatte ich immer mehr das Gefühl, es fehlt bei „wimpernschlag“ einfach noch
ein „Streichelinstrument“, eine Violine. Gillian
Catlow, Mitglied des Australian
Chamber Orchestras und des
Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks gibt „wimpernschlag“ mit ihrem
einfühlsamen Spiel genau das, was ihm noch fehlt.
Jason Lee Jackson
Zuerst sollte aus „Una sonrisa“ ein Tercett werden: Drei Sprachen, drei Sänger.,
dachte ich. Wir probierten einige Variationen aus und stellten aber fest, dass sich
dieser Song doch besser als Duett eignet. In Jason Lee Jackson fand
ich einen tollen Gesangspartner und es hat sehr viel Spaß gemacht, diesen Titel
mit ihm einzusingen. Jason ist Kanadier und u.a. Leadsänger
der kanadischen R&B Band „Soular“

Robert Amper
Robert Amper, "Nougatianer" mit bayerischen Wurzeln, ist die gute Seele im Studio seines Bruders Tommy.
Tommy und Alex
beim Mastern.

Auch meine Tierfreunde haben zum Gelingen der
Produktion einiges beigetragen, denn die kreativen Pausen verbringe ich am liebsten mit
meinen Tieren. Ganz links ist Picco,
die Stute von Julia,
daneben mein Blondschopf Palü und das nächste Foto zeigt Kira, meine kluge Hundedame.
(Photos: Astrid Obert, Alisa Palmer)
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